"Der Prozess der Digitalisierung verändert unsere bequemen, traditionellen Lebensweisen."

Jack Ma, Gründer von Alibaba

Liebe Patient:innen,

wir wissen um die Veränderung unseres alltäglichen Lebens durch die Digitalisierung. Dennoch beschreiten wir positiv gestimmt diesen Weg - denn wir wollen auch noch in Zukunft Ihnen als Patient:innen eine medizinische Versorgung bieten. Das klappt aber auch nur, wenn Sie unsere neuen Kommunikationsangebote annehmen und uns damit unterstützen.

Wenn Sie uns also anrufen, nimmt unsere digitale Telefonassistenz Neura Ihren Anruf entgegen, um unser Praxispersonal zu entlasten und unsere Erreichbarkeit zu erhöhen.

Bleiben wir bei den bequemen und traditionellen Lebensweisen, können wir auf Dauer in unserer Arztpraxis nicht mit solch einem Zulauf an Patient:innen arbeiten. Ärgern Sie sich also nicht - und vermeiden Sie es, Ihren Frust über das Neue und Ungewohnte bei unseren Mitarbeitenden abzuladen. Wir brauchen unsere Zeit und Energie für Sie als Patient:in.

BLEIBEN SIE POSITIV - wir sind es auch 😀

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Neurologische Diagnostik: Ganzheitlich gefragt, messbar bestimmt

In Ihrer neurologischen Versorgung ist die Diagnostik das Fundament: Ohne ein solides Verständnis Ihrer Beschwerden und deren Ursache kann keine gezielte Behandlung erfolgen. Daher setzen wir in unserer Praxis auf zwei zentrale Bausteine: Eine gründliche Anamnese und eine moderne elektrophysiologische Untersuchung. Diese beiden ergänzen sich – so entsteht ein Bild Ihrer neurologischen Situation, das sowohl Ihre Wahrnehmung als auch objektive Messgrößen berücksichtigt.

Anamnese – Ihr Erleben steht im Mittelpunkt

Was ist eine Anamnese?

Der Begriff stammt vom griechischen „aná-mnēsis“ (Erinnerung) und beschreibt in der Medizin das systematische Erfassen und Dokumentieren medizinisch relevanter Informationen eines Patienten.
Bei einer Anamnese handelt es sich um „eine systematische Befragung, die den Gesundheitszustand eines Individuums zum Thema hat“, inklusive aktueller Beschwerden, Vorgeschichte, Lebensumständen und genetischer Disposition.

Warum ist sie gerade im neurochirurgischen Bereich so wichtig?

Im neurochirurgischen Umfeld bewegen wir uns sehr oft in fein abgestimmten Systemen – Nerven, Wirbelsäule, Rückenmark, muskuläre Wechselwirkungen. Hier gilt: Nicht nur das Bild von Gerät oder Befund zählt, sondern das, was Sie spüren, erleben und berichten. Manche Untersuchungsbefunde sind über Jahre stabil – und verursachen gar keine Beschwerden. Trotzdem würde ein reiner Fokus auf das Bild möglicherweise darauf schließen lassen, etwas sei krank – obwohl Sie ganz anders empfinden.
Deshalb gilt unser Leitsatz: Man muss den Patienten nicht kranker machen als er ist. Das bedeutet: Ihr Empfinden und Ihre Beschwerden stehen über einem gerätediagnostischen Befund, der – solange er keine Symptome verursacht – nicht automatisch zur Handlung führen muss.

Die Anamnese erlaubt es uns, Sie ganzheitlich zu betrachten:

  • Ihre aktuellen Beschwerden – seit wann, wie stark, wie häufig, was verschlimmert oder verbessert sie?
  • Ihre Vorgeschichte – frühere Operationen, Erkrankungen, Unfälle, Medikamente, familiäre Erkrankungen.
  • Ihre Lebensumstände – Beruf, Freizeit, Belastung, Bewegung, Stress, Schlaf, psychosoziale Faktoren.
  • Ihre subjektive Wahrnehmung – Häufig übersehen, aber oft entscheidend: Wie erleben Sie den Schmerz, wie beeinflusst er Ihr Leben, welche Ziele haben Sie?

Aufbau & Ablauf

Beim Erstgespräch erheben wir gemeinsam Ihre Vorgeschichte (Eigen- und wenn nötig Fremdanamnese), Ihre aktuellen Beschwerden und deren Verlauf sowie relevante Lebens- und Umweltfaktoren. Dabei fragen wir offen: Was macht Ihnen zu schaffen? Was stört Sie im Alltag? Welche Erwartungen haben Sie? Anschließend erfolgt gezielte Exploration – also gezielte Fragen zu möglichen Ursachen.

Bedeutung für Ihre Behandlung

Eine sorgfältige Anamnese ist oft die halbe Diagnose. Sie erlaubt uns,

• eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu gewinnen,
• unnötige Überdiagnosen zu vermeiden,
• den Behandlungsplan individuell auf Sie abzustimmen,
• technische Untersuchungen gezielt einzusetzen – nur wenn sinnvoll.

So stellen wir sicher, dass die diagnostischen und therapeutischen Schritte zu Ihnen passen – nicht umgekehrt.

Und so können Sie uns perfekt unterstützen

Bringen Sie ihren aktuellsten Medikamentenplan mit. Notieren Sie auch gegebenenfalls Ihre Supplemente. So können wir uns ein viel besseres Bild von allem machen. Hilfreich sind auch unsere Infos unter den Menüpunkten der „Praxisorganisation

Elektrophysiologische Untersuchung – Der Blick auf Funktion

Was ist eine elektrophysiologische Untersuchung?

Unter dem Begriff versteht man alle diagnostischen Verfahren, bei denen elektrische Potentialdifferenzen im Nervensystem oder in der Muskulatur gemessen und dargestellt werden.
In der neurologischen Diagnostik werden durch Messung der elektrischen Signalverarbeitung von Nerven- und Muskelzellen Funktionsstörungen sichtbar gemacht.

Wie läuft sie ab – einfach erklärt

Wenn wir eine Untersuchung wie etwa eine Elektromyographie (EMG) oder Elektroneurographie (ENG) durchführen, werden Elektroden an bestimmte Stellen Ihres Körpers angebracht oder feine Nadeln eingesetzt – je nach Methode. Reize werden gesetzt, Reaktionen gemessen oder die Ruhe-Lage der Nerven/ Muskeln geprüft. Die gemessenen elektrischen Signale werden mit Referenzwerten verglichen und geben Aufschluss darüber, ob und wie gut Ihre Nerven- und Muskelbahnen funktionieren.

neurologische Diagnostik

Warum sind elektrophysiologische Untersuchungen gerade in der neurochirurgischen Diagnostik relevant?

• Funktionsstörungen lassen sich oft vorher erkennen, bevor bildgebende Verfahren (z. B. MRT) Veränderungen zeigen. • Sie helfen, die genaue Lokalisation von Nervenschäden oder Muskelbeteiligung zu bestimmen – z. B. bei Nerveneinklemmung, Muskelschwäche oder Schmerzen mit unspezifischem Befund. • Sie liefern eine Objektivierbarkeit Ihrer Beschwerden – wir schaffen messbare Daten, die ergänzend zur Anamnese dienen. • Sie können wichtig sein zur Planung operativer Eingriffe – um z. B. zu beurteilen, ob eine Neurochirurgie sinnvoll ist oder ob eher konservative Wege erfolgen sollen.

Wann macht eine elektrophysiologische Untersuchung Sinn?

• Typische Anlässe sind:
• Sensibilitätsstörungen (z. B. Taubheit, Kribbeln)
• Muskelschwäche oder Muskelschwund
• anhaltende Schmerzen mit Verdacht auf Nerveneinengung
• Abklärung von Nervenleitungsstörungen
• Verlaufskontrollen nach neurochirurgischen Eingriffen

Ihr Nutzen

Für Sie bedeutet das: Wir verstehen nicht nur „wo etwas aussieht wie …“, sondern wie etwas funktioniert. Diese funktionelle Sicht ergänzt das anatomische Bild – und gibt uns die beste Grundlage für Planung, Entscheidung und Therapiealltag.

In unserer Praxis gilt

Erst ein gutes Gespräch – dann moderne Messtechnik. Ihre Wahrnehmung und Ihre Geschichte bilden das Fundament, technische Untersuchungen wie die elektrophysiologische Messung ergänzen dieses Bild mit exakten Informationen. So gelingt eine neurologische Diagnostik, die menschlich, individuell und zielorientiert ist. Wenn Sie Fragen haben zur neurologischen Diagnostik – ob zur Anamnese oder zur elektrophysiologischen Untersuchung – stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Gemeinsam finden wir heraus, welcher Weg für Ihre Gesundheit der richtige ist.

Standort & Kontakt

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Wir arbeiten digital - machen Sie mit

Wir wollen Zeit für Sie als Patient:in haben. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Hochdruck an der datenschutzkonformen Digitalisierung unserer Verwaltungsprozesse. Wie Sie uns dabei unterstützen können?

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